Auf meinen Reisen in Irland gefunden....
Hier findet ihr einige interessante Dinge, die ich auf meinen Reisen nach Irland entdeckt habe und gerne mit euch teilen will.....viel Spaß!!!!
Rekonstruktion eines Wikingerschiffes
Hier eine Rekonstruktion eines Wikingerschiffes, ich habe es 2002 in Irland im Celtic Folk Park im County Clare fotografiert. Mit diesem Schiff hat der Erbauer die Überfahrt von Nordnorwegen an die Westküste Irlands gewagt und damit eindeutig bewiesen, daß die Wikinger in Lage waren zu allen Zeiten seetüchtige Schiffe zu bauen.....
Dies sind Rekonstruktionen keltischer Kegelbauten. Ausgrabungen zufolge wurden sie bereits vor 5000 Jahren in Irland errichtet. Steine gibt es dort genug, gedeckt wurden sie Kegel mit Binsen, Reisig und Schilf. Durch die Kegeldächer waren sie weniger windanfällig und konnten auch an Standorten an der Küste, Wind und Wetter trotzen....
Dies ist ein Plan eines keltischen Ringforts, der nach Funden in County Clare erstellt wurde. man sieht darauf das große Gemeinschaftshaus, in dem auch der Anführer des Clans wohnte. Ringsum sind kleinere Hütten an der Wand des Forts. Die wand diente als Schutz gegen die Witterung. Solche Forts wurden auch auf der Dingle Halbinsel in County Kerry und in County Sligo und Galway ziemlich komplett gefunden. Erbaut wurden sie auf der ganzen Insel, da sie relativ schnell zu errichten waren( Steine gibt es dort genug) und sich jeglicher landschaftlicher Gegebenheit gut anpassten. Vom flachen Landesinneren bis an die Steilküsten findet man sie. Man vermutet sogar, daß ein Clan mehrere Forts hatte, da sie mit ihren Nahrungquellen ( wie Vieh, aber auch Zugvögeln oder an Meer und Flüssen Laichgründe bestimmer Fische)weiter bzw. nach wanderten.
Der Innenraum eines Kegelbaus war in einzelne Wohnabschnitte unterteilt. In einem Bereich waren die Schlafplätze der Familie( eine Bettstatt seht ihr im Hintergrund). In der Mitte war eine Kochstelle, der Rauch zog über eine Loch im Dach ab. Der Eingang wurde bei schlechtem Wetter mit Tierhäuten verhängt. Im Winter nahm man z.T. auch das Vieh noch mit hinein, um von der Wärme der Tiere zu profitieren. Die Menschen behalfen sich mit einfachsten Möbeln. es gab einen Malstein fürs Getreide und vor den Häusern wurden Fisch und Fleisch getrocknet. Die Mahlzeiten waren karg, da auf dem mageren Boden in Irland kaum Getreide wuchs. Man aß Fleisch von Ziegen, Schafen, Wildschweinen und Rehwild, so wie Fisch und Geflügel( meist Wildgänse, Tauben, Enten usw.). Ein wichtiger Nähstofflieferant war der Seetang( Kelp), der in mühsamen Wanderungen bis ins Hinterland geholt wurde.
Eine weitere typische Behausung, deren Anfänge ca. 2000 vor Christus datiert sind. Diese Art Cottage hat sich bis zum Anfang des 20ten Jahrhunderts in Irland gehalten. Später kamen noch anstatt der Feuerstelle ein gemauerter Kamin, Fenster und manchmal ein Zwischenboden oder ein zweites Zimmer dazu. Dort schliefen die Eltern mit dem jüngsten Kind. Die älteren Kinder schliefen zusammen in einer ausklappbaren Sitzbank im Hauptraum des Cottages, dem sogenannten " Heart". Sie waren dafür zuständig die Stube zu kehren, das Vieh zuversorgen und mussten sobald sie laufen konnten alle möglichen Handlangerarbeiten verrichten. Im 19ten Jahrhundert waren Kinder billige Arbeitskräfte, ohne die manche Familie kaum leben konnte. Die Sterblichkeit war hoch aufgrund der Mangelernährung, der mangelnden Hygiene und den daraus resultierenden Krankheiten. Bis heute hat die durchschnittliche irische Familie 4 Kinder und führt damit in Europa die Liste der kinderreichsten Länder an. 75% der irischen Bevölkerung ist unter 25Jahre alt.....
Das Castle war im Original ein mehrstöckiges "Irish tower house", erbaut möglicherweise von" Toirelbhach Donn Mac Tagdhg O' Briain, König von Thomond, einer der letzten irischen Hochkönige, ein direkter nachkomme von " Brian Boru". Der Name des Castles " Leamaneh" kommt aus dem gälischen" lèim an èich" und heißt ins Englische übersetzt " the horse`s leap".
Das Haupthaus wurde 1548 zur Zeit Henry 8th erbaut . Der Anbau erfolgt 1648 durch Conor O' Brien und seine Frau Màire ni Mahon, eine der infamsten Frauen ihrer Zeit, mit ihren flammend roten Haaren, trug sie in der Bevölkerung den Spitznamen" Red Mary". Sie war für den Verschleiß an Ehemännern bekannt und erweitete ihre Liegenschaften durch das Erbe, was sie jeweils als rechtmäßige Ehefrau antrat. Sie hatte 16 Kinder, nur 2 davon starben. Der Rest der männlichen Nachfahren wurde als Verwalter auf den Besitztümern verteilt, die Mädchen an reiche Männer verheiratet, deren Schicksal damit besiegelt war und allesamt einen schnellen Tod anheim fielen.....
Hier seht ihr einen Hochaltar eines mittelalterlichen Kosters erbaut um 1200 in Corofin, Galway. Auf dem mittleren Teil sind die Stifter und Gönner des Klosters verewigt. Sie tragen die Mode dieser Zeit. Unterhalb sind christliche Szenen wie z.b. die Kreuzigung Jesu und die Aufbarung zu erkennen.
Hier die Figur des Todes auf einem kleinen Altar neben dem Eingang zur Krypta. Er trägt die Züge Jesu mit Heiligenschein. Ein Beweis dafür, daß der keltische Glaube kaum das Fegefeuer beinhaltete, sondern man eher Glaubens war, daß Jesus ein mächtiger Gott ist, dem Grabbeigaben gebühren wie man rechts an der Phiole mit Salbungsöl und einem Gewand darüber erkennen kann. Eine friedliche Darstellung des Toten mit verschränkten Händen.Die Abbildung eines Hammers und einer Zange geben uns den Hinweis darauf, daß Jesus iridischer Vater Zimmermann war. Ein von den Kelten geschätzter Beruf. Der Hinweis schafft die Verbindung vom Göttlichen zum Irdischen...
Dies ist ein sogenanntes Highcross. Deutlich wird die Verknüpfung des christlichen Glaubens in dem Symbol des Kreuzes mit den keltischen Verzierungen, deren Ursprung unter anderem im Heidentum der Wikinger liegt, die Irland lange beeinflußt haben. Die natürlichen Elemente , Feuer, Wasser, Erde, Luft waren nach wie vor sehr wichtig für die Bevölkerung. Stellen sie doch die Grundlage allen Lebens dar. Die Christianisierung Irlands erfolgte ab dem 8ten Jahrhundert durch St. Patrick, der heute noch verehrt wird, wie kein anderer Heiliger und dem zu Ehren am 17.3. jeden Jahres alle Iren auf ganzen Welt große Feste feiern....

