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Besuch mit Führung im Kloster Eberbach Februar 2016

Text folgt....

Dysert O'Dea Castle, county Clare, Ireland

Dysert O' Dea und O' Dea castle

 

Dysert O'Dea ist eine Kirchenruine im County Clare, 8km nordwestlich von Ennis. Die Ruine und der noch als Stumpf erhaltene Rundturm sind auf der Stelle der alten Einsiedelei des St. Tola(+734 n. Chr.).

Der Clan der O'Dea gab dem Platz seinen Namen. Das Oberhaupt des Clans , Dèaghaidh( gesprochen diach) wird auf das Jahr 934 n. Chr. datiert. Er war maßgeblich an der Rettung des Königs von Munster beteiligt, der auf einem Wikingerscgiff verschleppt werden sollte.

Die romanische Kirche, erkennbar an den typischen Rundbögen, stammt aus dem 13ten Jhrt.

Das Westportal stammt von einem Vorgängerbau aus dem 12ten Jhrt. Die Kirche verfiel. Im Jahr 1683 wurde aus Teilen der Kirche das Hochkreuz, welches östlich im angrenzenden Feld steht, errichtet und die Ruine in ihrer gegenwärtigen Form rekonstruiert.

Unweit des Kreuzes steht das Tower house, auch " Gaelic tower house" genannt. Es wurde 1480 von Diarmuid O'Dea errichtet. 1651 wurde das castle von Oliver Cromwells zerstört. In den Resten wurde ein Museum eingerichtet.

In der berühmten Schlacht von Dysert O'Dea um 1318 kämpften die Clans in den sogenannten " Bruce wars" um ihre Ansprüche. Bis zum Jahr 1570 konnten diese erfolgreich gegen die ebglische Herrschaft verteidigt werden. Die " Bruce wars" fanden zwischen 1315 und 1318 statt. Edward Bruce, der Bruder des schottischen Königs Robert the Bruce, überfiel irland und wurde 1316 Hochkönig.Sein  Ziel war die Schaffung eines keltischen Reiches. Er fiel 1318 in der Schlacht bei Faughart im County Louth.

Alles in allem ein mystischer und geschichtsträchtiger Ort, den zu besuchen es sich auf jeden Fall lohnt. Im näheren Umkreis befinden sich noch weitere historisch interessante Orte, die von der keltischen Fhzeit bis zur Zeit der Hungersnot Mitte des 19ten Jhrts. viele aufschlußreiche Informationen bieten.

 

 

Burgruine Rodenstein im Odenwald

Mitte des 13ten Jhdrts. durch die "Herren von Crumbach" in Bergspornlage am Osthang des Höhenzugs Neunkircher Höhe erbaut. Die Herren hießen ab sofort Rudolf und Friedrich von Rodenstein erstmals erwähnt um 1256 ( siehe Wappen über dem Eingangsportal).

Die Kernburg bestand anfangs aus einer ca. 1,2m dicken Ringmauer. Auf der am Berg zugewandten, gefährdeten Seite war sie zusätzl. mit einer 2,2m dicken Schildmauer befestigt.

Um die gesamte Kernburg zog sich eine Zwingermauer. Das Wohngebäude stand, geschützt durch die Schildmauer, in der Nordostecke der Kernburg. Auf Werksteine( von Hand geformte Steine)wurde wegen mangelnder Wirtschaftskraft verzichtet. Im 14ten Jahrhundert wurden ein weiteres Wohngebäude, ein Torturm auf der Ostseite und ein Turm mit Tor in der Mitte der Westseite der Zwingermauer der Burg hinzugefügt.

Um 1500 wurde das Tor durch einen als Mühlturm genutzten Turm vermauert und ein Torturm an der Nordwestecke errichtet, der zugleich Gefängnisturm war.

Kurz nach 1500 wurde ein zweiter Zwinger auf der Südwestseite mit halbrunden Geschützstein erbaut. Nach dem Tod Adams von Rodenstein 1635 blieb die Burg unbewohnt. Nach Entfernung des Gebälks verfiel die Burg im Verlauf der Jahrhunderte zur Ruine....

 

Um die Burg rankt sich die Sage des "Rodensteiner". Ein kriegslüsterner Ritter, der trotz Bitten seiner hochschwangeren Frau in den Kampf zog. Die arme Frau starb nach der Geburt eines toten Sohnes. Kurz davor verfluchte sie ihren Gatten, bei jedem drohenden Kriegsausbruch aus dem Grab zu steigen und die Leute warnen zu müssen.

Viele Bauern in der Umgebung der Ruine Rodenstein beschwören Zeuge des Geisterzuges um den Ritter, der mit Hundegebell, Kettengerassel und Kampfgeschrei einhergeht, gewesen zu sein.

Vernehmungsprotokolle aus verschiedenen Jahrhunderten existieren heute noch.

Das letzte Mal wurde der Ritter angeblich 1914 gehört.....

Auf meinen Reisen in Irland entdeckt....

Rekonstruktion eines Wikingerschiffes
Rekonstruktion eines Wikingerschiffes

Hier eine Rekonstruktion eines Wikingerschiffes, ich habe es 2002 in Irland im Celtic Folk Park im County Clare fotografiert. Mit diesem Schiff hat der Erbauer die Überfahrt von Nordnorwegen an die Westküste Irlands gewagt und damit eindeutig bewiesen, daß die Wikinger in Lage waren zu allen Zeiten seetüchtige Schiffe zu bauen.....

Keltische Kegelbauten
Keltische Kegelbauten

Dies sind Rekonstruktionen keltischer Kegelbauten. Ausgrabungen zufolge wurden sie bereits vor 5000 Jahren in Irland errichtet. Steine gibt es dort genug, gedeckt wurden sie Kegel mit Binsen, Reisig und Schilf. Durch die Kegeldächer waren sie weniger windanfällig und konnten auch an Standorten an der Küste, Wind und Wetter trotzen....

Plan eines keltischen Ringforts
Plan eines keltischen Ringforts

Dies ist ein Plan eines keltischen Ringforts, der nach Funden in County Clare erstellt wurde. man sieht darauf das große Gemeinschaftshaus, in dem auch der Anführer des Clans wohnte. Ringsum sind kleinere Hütten an der Wand des Forts. Die wand diente als Schutz gegen die Witterung. Solche Forts wurden auch auf der Dingle Halbinsel in County Kerry und in County Sligo und Galway ziemlich komplett gefunden. Erbaut wurden sie auf der ganzen Insel, da sie relativ schnell zu errichten waren( Steine gibt es dort genug) und sich jeglicher landschaftlicher Gegebenheit gut anpassten. Vom flachen Landesinneren bis an die Steilküsten findet man sie. Man vermutet sogar, daß ein Clan mehrere Forts hatte, da sie mit ihren Nahrungquellen ( wie Vieh, aber auch Zugvögeln oder an Meer und Flüssen Laichgründe  bestimmer Fische)weiter bzw. nach wanderten.

Innenraum eines Kegelbaus
Innenraum eines Kegelbaus

Der Innenraum eines Kegelbaus war in einzelne Wohnabschnitte unterteilt. In einem Bereich waren die Schlafplätze der Familie( eine Bettstatt seht ihr im Hintergrund). In der Mitte war eine Kochstelle, der Rauch zog über eine Loch im Dach ab. Der Eingang wurde bei schlechtem Wetter mit Tierhäuten verhängt. Im Winter nahm man z.T. auch das Vieh noch mit hinein, um von der Wärme der Tiere zu profitieren. Die Menschen behalfen sich mit einfachsten Möbeln. es gab einen Malstein fürs Getreide und vor den Häusern wurden Fisch und Fleisch getrocknet. Die Mahlzeiten waren karg, da auf dem mageren Boden in Irland kaum Getreide wuchs. Man aß Fleisch von Ziegen, Schafen, Wildschweinen und Rehwild, so wie Fisch und Geflügel( meist Wildgänse, Tauben, Enten usw.). Ein wichtiger Nähstofflieferant war der Seetang( Kelp), der in mühsamen Wanderungen bis ins Hinterland geholt wurde.

Einfacher keltischer Webstuhl
Einfacher keltischer Webstuhl

Auf solchen Webstühlen wurde die Wolle der Schafe verarbeitet. So grob wie der Webstuhl war, so grob war auch die Kleidung der Menschen. Auch Stoffe für Tragen, Decken usw. wurden darauf hergestellt.

Steinschütte
Steinschütte

Solche Steinschütten wurden zusätzlich noch mit dicken Reisigmatten eingefaßt, um das Vieh nachts vor Wölfen und Bären zu schützen...

Stonecottage
Stonecottage

Eine weitere typische Behausung, deren Anfänge ca. 2000 vor Christus datiert sind. Diese Art Cottage hat sich bis zum Anfang des 20ten Jahrhunderts in Irland gehalten. Später kamen noch anstatt der Feuerstelle ein gemauerter Kamin, Fenster und manchmal ein Zwischenboden oder ein zweites Zimmer dazu. Dort schliefen die Eltern mit dem jüngsten Kind. Die älteren Kinder schliefen zusammen in einer ausklappbaren Sitzbank im Hauptraum des Cottages, dem sogenannten " Heart". Sie waren dafür zuständig die Stube zu kehren, das Vieh zuversorgen und mussten sobald sie laufen konnten alle möglichen Handlangerarbeiten verrichten. Im 19ten Jahrhundert waren Kinder billige Arbeitskräfte, ohne die manche Familie kaum leben konnte. Die Sterblichkeit war hoch aufgrund der Mangelernährung, der mangelnden Hygiene und den daraus resultierenden Krankheiten. Bis heute hat die durchschnittliche irische Familie 4 Kinder und führt damit in Europa die Liste der kinderreichsten Länder an. 75% der irischen Bevölkerung ist unter 25Jahre alt.....

Cottage um ca. 1870 Bunratty Folk Park  County Clare, Ireland
Cottage um ca. 1870 Bunratty Folk Park County Clare, Ireland
Leamaneh Castle, County Clare Ireland
Leamaneh Castle, County Clare Ireland

Das Castle war im Original ein mehrstöckiges "Irish tower house", erbaut möglicherweise von" Toirelbhach Donn Mac Tagdhg O' Briain, König von Thomond, einer der letzten irischen Hochkönige, ein direkter nachkomme von " Brian Boru". Der Name des Castles " Leamaneh" kommt aus dem gälischen" lèim an èich" und heißt ins Englische übersetzt " the horse`s leap".

Das Haupthaus wurde 1548 zur Zeit Henry 8th erbaut . Der Anbau erfolgt 1648 durch Conor O' Brien und seine Frau Màire ni Mahon, eine der infamsten Frauen ihrer Zeit, mit ihren flammend roten Haaren, trug sie in der Bevölkerung den Spitznamen" Red Mary". Sie war für den Verschleiß an Ehemännern bekannt und erweitete ihre Liegenschaften durch das Erbe, was sie jeweils als rechtmäßige Ehefrau antrat. Sie hatte 16 Kinder, nur 2 davon starben. Der Rest der männlichen Nachfahren wurde als Verwalter auf den Besitztümern verteilt, die Mädchen an reiche Männer verheiratet, deren Schicksal damit besiegelt war und allesamt einen schnellen Tod anheim fielen.....

Kloster Corofin, County Galway, Irland
Kloster Corofin, County Galway, Irland

Hier seht ihr einen Hochaltar eines mittelalterlichen Kosters erbaut um 1200 in Corofin, Galway. Auf dem mittleren Teil sind die Stifter und Gönner des Klosters verewigt. Sie tragen die Mode dieser Zeit. Unterhalb sind christliche Szenen wie z.b. die Kreuzigung Jesu und die Aufbarung zu erkennen.

Ausschnitt von einem Altar neben der Krypta
Ausschnitt von einem Altar neben der Krypta

Hier die Figur des Todes auf einem kleinen Altar neben dem Eingang zur Krypta. Er trägt die Züge Jesu mit Heiligenschein. Ein Beweis dafür, daß der keltische Glaube kaum das Fegefeuer beinhaltete, sondern man eher Glaubens war, daß Jesus ein mächtiger Gott  ist, dem Grabbeigaben gebühren wie man rechts an der Phiole mit Salbungsöl  und einem Gewand darüber erkennen kann. Eine friedliche Darstellung des Toten mit verschränkten Händen.Die Abbildung eines Hammers und einer Zange geben uns den Hinweis darauf, daß Jesus iridischer Vater Zimmermann war. Ein von den Kelten geschätzter Beruf. Der Hinweis schafft die Verbindung vom Göttlichen  zum Irdischen...

Highcross
Highcross

Dies ist ein sogenanntes Highcross. Deutlich wird die Verknüpfung des christlichen Glaubens in dem Symbol des Kreuzes mit den keltischen Verzierungen, deren Ursprung unter anderem im Heidentum der Wikinger liegt, die Irland lange beeinflußt haben. Die natürlichen Elemente , Feuer, Wasser, Erde, Luft waren nach wie vor sehr wichtig für die Bevölkerung. Stellen sie doch die Grundlage allen Lebens dar. Die Christianisierung Irlands erfolgte ab dem 8ten Jahrhundert durch St. Patrick, der heute noch verehrt wird, wie kein anderer Heiliger und dem zu Ehren am 17.3. jeden Jahres alle Iren auf ganzen Welt große Feste feiern....